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Folgende Maßnahmen mindern das Risiko einer Insolvenzanfechtung

  1. Vermeiden Sie Mahnungen, Drohungen mit Klage, Vollstreckung oder Insolvenz, Anwaltsschreiben und jedwede Äußerung zum Zahlungsverhalten sowie zur Zahlungsfähigkeit Ihres Schuldners, die dokumentiert werden könnte.
  2. Weisen Sie auf Ihren Rechnungen großzügigere Zahlungsziele aus: 30 Tage statt 7 Tage. Es fällt Ihrem Schuldner so leichter, Rechnungen bei Fälligkeit zu bezahlen. Die rechtzeitige Zahlung bei Fälligkeit ist ein wichtiges Indiz.
  3. Stellen Sie sicher, dass künftige Zahlungen zuerst auf künftige Leistungen angerechnet werden. Ihr Schuldner soll immer auf die neueste Rechnung zahlen.
  4. Von Rechnungen abweichende Zahlungen sind stets ein erster Ermittlungsansatz für den Insolvenzverwalter. Auch wenn wir es in der Sache für falsch halten, hat die Zahlungseinstellung in der Rechtsprechung immer noch ganz erhebliches Gewicht.
  5. Die Schwierigkeit für den Gläubiger besteht darin, dass er sein Verhalten vollständig umstellen muss, wenn der Kunde unpünktlich oder unvollständig zahlt. Dann muss der Gläubiger genau entgegengesetzt zum Normalfall handeln.
  6. Kommt es zu verzögerten Zahlungen, sollte der Gläubiger keinen Druck gegenüber dem Vertragspartner ausüben, sondern rechtzeitig mit dem Schuldner Kontakt aufnehmen, um die Bezahlung der Rückstände im Wege einer Ratenzahlungsvereinbarung und die Bezahlung künftiger Leistungen zu besprechen.
  7. Hält der Schuldner die Vereinbarung ein, kann das großzügige Zahlungsziel beibehalten und die Geschäftsbeziehung fortgesetzt werden. Sicherer ist es aber, auf Vorkasse umzustellen, um zwischen Leistung und Gegenleistung nicht mehr als 30 Tage vergehen zu lassen. Jede Kreditierung (auch Lieferantenkredit) ist zu unterlassen.
  8. Der Gläubiger sollte prüfen, ob die Gesamtverbindlichkeiten durch die Zahlungen tatsächlich zurückgeführt werden.
  9. Der Gläubiger sollte dem Schuldner weder durch ausufernde Mahnungen noch mit Vollstreckungshandlungen, Inkassobüros oder Rechtsanwälten drohen: Wer mit der Vollstreckung droht, muss auch vollstrecken. Freiwillige Zahlungen des Schuldners sind ab diesem Zeitpunkt in aller Regel anfechtbar.
  10. Der Gläubiger sollte die Geschehnisse für seine Zwecke hinreichend dokumentieren, um den Sachverhalt auch Jahre später noch rekonstruieren zu können, da vor Gericht derjenige gewinnt, der etwas darlegen und beweisen kann.

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Dr. Olaf Hiebert

Fachanwalt für Insolvenzrecht

Spezialist für Insolvenzanfechtung

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Das sagen unsere Mandaten

« Ruth Kaldenbach, Baustoffhandel Kaldenbach GmbH »

„Als Unternehmerin empfinde ich die Insolvenzanfechtung als grobe Ungerechtigkeit. Ich hätte nie gedacht, dass wir einmal betroffen sein würden.
Herr Dr. Hiebert hat einen wirtschaftlich sinnvollen Vergleich verhandelt, der uns einen risikoreichen Prozess erspart hat. Wir sind für die kompetente Beratung sehr dankbar“.

« Robert Hens, Brühler Stahlhandel GmbH »

„Der Insolvenzverwalter eines Kunden hat von uns als Lieferant 40.000 Euro im Wege der Anfechtung verlangt. Herr Dr. Hiebert hat die wesentlichen Fakten des Falles so professionell herausgearbeitet und konsequent dargestellt, dass der Verwalter auf die Geltendmachung des Anspruchs verzichtete. Wir sind sehr froh, Herrn Dr. Hiebert gefunden zu haben.“

« Klaus Delicat, Inhaber des Secthaus Delicat »

„Hätte ich das Geld an den Insolvenzverwalter zahlen müssen, wäre mein Unternehmen ruiniert gewesen und meine eigene Insolvenz unvermeidlich. Ich bin Herrn Dr. Hiebert sehr dankbar, dass er den Prozess vor dem Landgericht Koblenz gewonnen hat. Gut, dass mich mein Hausanwalt an einen Experten verwiesen hat.“

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